Willkommen auf der Website der Zug Stadtschulen



Sprungnavigation

Von hier aus können Sie direkt zu folgenden Bereichen springen:
Startseite Alt+0 Navigation Alt+1 Inhalt Alt+2 Suche Alt+3 Inhaltsverzeichnis Alt+4 Seite drucken PDF von aktueller Seite erzeugen

Stadtschulen Zug: Digital unterwegs

Überschriften im Blätterwald: «Die Schule wird zur digitalen Welt», «Digitalisierung in der Schule», «Tablets an den Schulen», «Digitalisierung in der Schule: nur ein Mittel zum Zweck

Nicht nur an den Stadtschulen Zug, auch in den Medien ist das Thema aktuell: Die Digitalisierung bewegt. Die Artikel zeichnen ein positives Bild, sie zeigen den Pioniergeist, der in diesem Wandel liegt und unterstreichen die Notwendigkeit dieser Weiterentwicklung hin zur modernen Welt. Das freut mich besonders, denn sie bestätigen meine Begeisterung für die Digitalisierung in der Schule und zeigen auf, dass die Stadtschulen Zug den richtigen Weg eingeschlagen haben.

Mein Enthusiasmus wird jedoch nicht überall ohne Vorbehalte geteilt. Zwar wird die Notwendigkeit digitale Medien in den Schulalltag zu integrieren geteilt, doch zu Recht stellen sich viele die Frage, ob am Ende die Fauna in den Gewässern des Kantons Zug via YouTube und mittels Touchscreen den Schülerinnen und Schülern beigebracht wird, anstatt den Bach hinter dem Schulhaus zu erkunden.

Vielleicht gehören Sie ebenfalls zu den «weiss-nicht-so-recht-was-ich-davon-halten-soll» Leserinnen und Leser und sinnieren darüber, derweil Sie Ihre Zähne fachgerecht mit Ihrer Ultrasonic-Zahnbürste pflegen, die sich Ihren Bedürfnissen optimal anpasst – selbstverständlich digital. Die Kaffeemaschine für den Morgengenuss haben Sie bereits programmiert und Ihr letzter Blick vor dem Schlafengehen gilt vielleicht der digitalen Anzeige Ihres Weckers… Man kann fast sagen: Nur der Schlaf ist mittlerweile analog.

Unser Alltag ist längst digitalisiert: Deshalb ist es von grosser Bedeutung, dass unsere Kinder und Jugendliche den Umgang mit dem Digitalen lernen und das Verständnis dafür entwickeln.

So ist das Ziel der Digitalisierung in der Schule nicht nur damit erreicht, dass die Kinder und Jugendlichen mit einem Laptop, PC oder Mobiltelefon umgehen können, sondern, dass sie die Zusammenhänge, die Vorgänge, die Hintergründe und die unendlichen Möglichkeiten der digitalen Welt kennen und schätzen lernen.

Im Lehrplan 21 wird in ‘Medien und Informatik’ festgehalten: Schülerinnen und Schüler

  • verstehen digitalen Medien (Wie wirkt das auf mich, auf die Gesellschaft?),

  • lernen informatische Grundlagen kennen (Wie funktioniert das?)

  • eignen sich Anwendungskompetenzen an (Wie muss ich das tun?).

Schritt für Schritt werden in der Schule die drei Themenbereichen erarbeitet, damit digitale Medien sicher genutzt werden können und sich ein Verständnis für digitale Abläufe entwickeln kann.

Freilich, dies alles ist nicht neu: PC-Stationen und Laptops bereichern schon lange den Unterricht. Kinder und Jugendliche recherchieren jetzt schon im Internet, kommunizieren via Mail, erstellen Präsentationen, filmen, üben in online Lernprogrammen rechnen, lernen Voci in Französisch und Englisch, schreiben Texte und lassen sich mit «the simple club» chemische Formeln oder biologische Zusammenhänge auf eine andere Art erklären. Sie diskutieren angeregt über Medien, was Medien bewirken, wie sie sie nutzen und wo die Chancen und Risiken liegen.

Neu sind die Verbindlichkeiten über alle Stufen hinweg: Digitale Medien sollen harmonisch in allen Stufen und Fächern in den Unterricht integriert werden.

Das Fach ‘Medien und Informatik’ erscheint im Kanton Zug in der Stundentafel der Mittelstufe 2 und den ersten beiden Jahren der Oberstufe.

Auf diesem Hintergrund haben sie Schulen der Stadt Zug ihre digitale Infrastruktur angepasst und erweitert.

So wird Lernen mobil. Anstatt an einer fixen PC-Station können Kinder im Gruppenraum lernen, andere ziehen sich in eine Nische des Schulzimmers zurück und wieder andere sitzen an einem Tisch und hören sich mit den Kopfhörern eine Geschichte an: Jeder lernt und übt nach seinen Bedürfnissen und Interessen.
Vom Kindergarten bis zur vierten Klasse stehen neu im Schnitt zwei Geräte mehr im Klassenzimmer. Für intensivere Projekte können aus dem Gerätepool des Schulhauses noch zusätzlich Geräte bezogen werden.

Allen Geräten zum Trotz: Es braucht sie noch, die Lehrerinnen und Lehrer. Mit ihrem pädagogischen Geschick verstehen sie es, zum richtigen Zeitpunkt das richtige Medium einzusetzen. Nach wie vor gestalten sie den Unterricht und sind bestrebt, lehrreiche und spannende Inhalte mit den Kindern und Jugendlichen zu erarbeiten.

Dabei ist das handlungsorientierte, anschauliche und erlebnisreiche Lernen nach wie vor von zentraler Bedeutung: die Geräte ersetzen nicht, sie ergänzen und unterstützen in sinnvoller Art und Weise den Unterrichtsalltag. In unzähligen Kursen und Weiterbildungen wurden und werden Lehrpersonen aller Stufen darauf vorbereitet.

Ab der fünften Klasse bis zur dritten Oberstufe erhalten die Jugendlichen leihweise ein eigenes Gerät, das sie sowohl in der Schule wie auch zu Hause nutzen dürfen. Damit wird erreicht, dass die Jugendlichen Verantwortung für ihr Gerät tragen und es in all seinen Facetten kennen lernen: Wo kann das Hintergrundbild gewählt werden, wie soll die Datenstruktur eingerichtet werden, ja, wie geht man mit Daten um? Wie soll der Internetbrowser verwaltet und der Mail-Account eingerichtet werden?

Damit lernt man sein Gerät kennen und kann es nach den persönlichen Bedürfnissen einrichten, so dass leichter und schneller gearbeitet werden kann.

Und wenn dann das Mail konfiguriert, die Dateiablage in Office365 synchronisiert, wenn alle Programme vorhanden sind, die Favoriten verwaltet und die Lehrmittel-Plattformen mit den Schulbüchern mit einem Klick erreichbar gemacht wurden – ja, dann hat man tatsächlich einiges fürs Leben gelernt. Verständlich, dass die Jugendlichen nach der Schule gerne ihr Gerät mit nach Hause nehmen, für die Präsentation der Gruppenarbeit bei einem Kollegen weiterarbeiten oder in einer Zwischenstunde in der Bibliothek noch online lernen.

In diesem Sinne freue ich mich, mit allen Lehrpersonen der Stadtschulen Zug und zusammen mit unseren Schülerinnen und Schülern einen zeitgemässen, innovativen und erlebnisreichen analogen und digitalen Unterricht zu gestalten.

Mai 2019, Pascal Schauber, pädagogischer Leiter Schulinformatik


Comic Digitalisierung
Schulort Rektorat

Datum der Neuigkeit 25. Mai 2019

zur Übersicht