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50-Jahr-Jubiläum der HPS Zug – ein Rückblick

Die Heilpädagogische Schule (HPS) Zug ist 50 Jahre alt und ist Teil der Stadtschulen Zug, wie ihre Schülerinnen und Schüler Mitglieder unserer Gesellschaft sind. Anlässlich des Jubiläumsfests der HPS Zug am Samstag 8. September 18, zeigte sie einladend, anschaulich und überzeugend ihre bewegte Geschichte wie auch die heutigen Methoden und Herausforderungen der heilpädagogischen Förderung. Wir haben Schulleiterin Brigitte Portmann zum Jubiläum und zur HPS befragt.

Brigitte Portmann, wie haben Sie den Jubiläums-Anlass «50 Jahre HPS» erlebt?

Es war ein strahlend schöner Tag – auch im übertragenen Sinn. Viele interessierte Menschen sind gekommen: ehemaligen und jetzigen Mitarbeitenden, Schülerinnen und Schülern, Wegbegleitern von Stadt und Kanton Zug sowie Vertretern von andern Institutionen und Sonderschulen. Es entstanden Begegnungen, die gemeinsame neue «Geschichtsmomente» schufen und die anschaulich präsentierte Geschichte der HPS Zug ergänzten und belebten. Für uns war es ein wichtiger und erlebnisreicher Anlass.

 

Wie haben die Besuchenden diesen Tag erlebt, was konnten Sie erleben?

Zum heutigen Schulbetrieb waren Einblicke in den Schul- und Therapieräumen vorbereitet. Ein Rundgang ermöglichte Interessierten, sich ganz konkret ein Bild des Unterrichts, von Unterstützter Kommunikation und vom Alltagstraining zu machen. Diskussionen zur Suche nach Anschlusslösungen und integrativer Schulung fanden statt, technische Unterstützungen konnten ausprobiert werden.

 

Sie haben sehr persönlich und engagiert zu den Gästen gesprochen. Welches war der Inhalt Ihrer Botschaft?

Ich habe die Verschiebung der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Behinderung sowie die Grundwerte der Heilpädagogik thematisiert: Wie wird der Mensch in seinem «So- Sein» und seinem «In- der- Welt- Sein» ganz- oder eben «heil». Nicht durch Beseitigung von Krankheit und Gebrechen, denn Heilpädagogik ist nicht auf Heilung aus, sondern auf Erlangung eines Zustands des Gesundseins, wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert «als Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens.» Unser Leitbild zielt auf eine Gesellschaft, in der Menschen mit einer Beeinträchtigung selbstverständlich als dazugehörend akzeptiert werden und von Benachteiligung geschützt sind.

 

Die HPS ist eine Sonderschule. Dennoch will sich die Schule nicht ausgrenzen. Mit welchen Mitteln und Möglichkeiten arbeiten Sie an diesem Ziel?

Aktuelle besuchen 45 Schülerinnen und Schüler die HPS im Schulzentrum Maria Opferung. In diesem Haus sind aber auch drei Regelklassen des Schulkreises Zentrum, die Therapiestellen Psychomotorik und Logopädie Zentrum sowie die Freizeitbetreuung Berg beheimatet. Hier gehen Kinder mit und ohne Beeinträchtigung ein und aus. Und die HPS zeigt, sie ist fest eingebunden in die Stadtschulen Zug und die Nachbarschaft, ein aktiver Teil der Bildungslandschaft Zug mit spezialisiertem Wissen.

Wir waren stets darum besorgt mit unseren Schülerinnen und Schülern in der Öffentlichkeit sichtbar zu sein, Berührungsängste gegenüber Menschen mit Behinderung abzubauen und somit zur Integration beizutragen. Wir luden zu Aufführungen und Festen ein, nahmen an Kulturanlässen teil und organisierten Begegnungsmöglichkeiten wie 1998 die Begegnungstage «zäme lebe- zäme feste» oder das gemeinsame Projekt «Circus Luna» mit der Primarschule Kirchmatt im 2014.

 

In der HPS wird viel Handwerkliches gleistet. Wie steht es mit elektronischen computergestützten Unterrichtsmitteln?

Der Computer brachte unglaublich viele Veränderungen mit sich. 1999 hatte die HPS eine einzige E- Mail-Adresse und einen Computer. Seiter haben sich die Möglichkeiten der Unterstützungstechnologie für Menschen mit Behinderung rasant entwickelt. Heute kann ein Handyfoto einen Text vorlesen oder übersetzen, Sprachsteuerung ermöglicht Umgebungskontrolle. Ein Sprachcomputer oder Tablet kann Lautsprache ersetzen oder ergänzen. Die HPS ist gefordert, mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten und ihres beizutragen, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung diese Möglichkeiten zu nutzen lernen und in einer digitalisierten Welt nicht zusätzlich Benachteiligung erfahren.

>> zur Fotogalerie des Jubiiläumsanlasses


Brigitte Portmann, Schulleiterin der HPS Zug
Brigitte Portmann, Schulleiterin der HPS Zug
Dokumente Festrede von Brigitte Portmann (pdf, 30.6 kB)
Flyer Geschichte 50 Jahre HPS (pdf, 812.5 kB)

Schulort Heilpädagogische Schule

Datum der Neuigkeit 19. Sept. 2018

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